Was heißt hier gutes Leben? Gedankenschnipsel.

Gutes Leben in den Bergen?Wie können wir gut leben? Was bedeutet das überhaupt? Den neuen Tesla kaufen? Oder auf Urlaub nach Bali fliegen? Mehr Geld und Status? Ich denke, das gute Leben kann viel einfacher sein. Zufrieden sein mit dem was da ist, genügsam sein. Die Frage nach dem Guten Leben ist aber nicht nur die Frage wie ich selbst gut leben kann, sie ist auch die Frage danach, wie alle Menschen auf der Welt gut leben können, deshalb ist sie eine Frage der Gerechtigkeit. Man kann sie auch anders stellen: Wie sollten wir leben, damit wir anderen Menschen ein ebenso gutes Leben ermöglichen?

Die Frage danach was das gute Leben sein kann ist eng verknüpft mit biophysischen Grenzen unseres Planeten, unserer Umwelt. Entstanden ist der Begriff in Lateinamerika, andine Gesellschaften entwickelten ihn aus ihrer Lebenspraxis heraus als Gegenmodell zum westlichen Entwicklungsbegriff. Das Verhältnis zur Natur spielt deshalb eine große Rolle. Wieviel und was wollen wir konsumieren, wieviel und welche Mobilität brauchen wir? Und wieviel von alledem hält unser Planet noch aus?

Aber es geht nicht nur um die materielle Umwelt. Die Frage nach dem guten Leben ist zuerst und vor allem eine Frage nach unseren Beziehungen. Welche Beziehungen haben wir in unserer Gesellschaft, in unserem Freundeskreis, in unserer Partnerschaft, in der Familie? Bereichern uns die Kontakte, machen sie uns glücklich, können wir auf sie bauen? Und welche Beziehungen haben wir zu unserer Umwelt?

Wir könnten innehalten und hinschauen. Was tut mir gut, was tut uns als Gesellschaft gut. Mit diesen Beobachtungen im Kopf kämen wir wahrscheinlich der Antwort ein gutes Stückchen näher.

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